Hotel Garni – Landgasthof "Zur Fichte" in Bärenstein im Erzgebirge

UNSER HAUS UND DIE REGION ERZGEBIRGE

Unser Haus und die Region Erzgebirge verbindet eine sehr lange gemeinsame Geschichte. Früher war die Region des heutigen Erzgebirges ein zusammenhängender und fast undurchdringlicher Wald, der so genannte „Miriguidi“ (Dunkler Wald). 

Erst nach der Entdeckung der Erzvorkommen und dem „großen Berggeschrey“ hat die Rodung großer Waldflächen begonnen und es soll der Name ERZ-Gebirge entstanden sein.

Der Rodungsbeginn dieses „Dunklen Waldes“ wird um 1156 zwischen dem Flüsschen Striegis und der Freiberger Mulde vermutet. Fränkische Bauern sollen dort die ersten Waldhufendörfer an den Flussläufen angelegt haben. Mit den ersten Silberfunden um 1168 im damaligen Christiansdorf, dem heutigen Freiberg, soll das erste „große Berggeschrey“ entstanden sein und viele Bergleute und Siedler kamen, um Bergbau zu betreiben. Unter Ihnen kamen auch wohl die Walen (oder auch Venezianer genannt) über die Alpen und suchten nach dem „Wunderblau“, sogenannte teure „Saphiermasse“, die man zur Herstellung von klarem blauen Glas benötigt. Diese Kobalterze, welche den charakteristischen hohen Wismut Gehalt, der sich nur mit den Vorkommen in Deutschland aus dem Bergbau in Schneeberg im Erzgebirge und dem Schwarzwälder Kinzingstal deckt, wurden für die Kirchenfenster in Frankreich, Italien und Spanien benötigt. Das Vorkommen von Kobalterzen stört jedoch den Silberbergbau, weil es den Ertrag mindert.

Im Laufe des 15. Jahrhunderts waren die Vorkommen von Kobalt allgemein bekannt und die Venezianer wohl wieder verschwunden. (Was ich persönlich nicht so ganz glauben will, da der Großvater meines ersten Mannes, Karl Schuffenhauer, dessen Vorfahren hier in der Region eine Schmiede betrieben, bis zu seinem Tode mit über 80 Jahren kohlrabenschwarzes Haar hatte und ziemlich klein war.) Die geheimen Zeichen der Walen findet man heute noch in den Wäldern hier. Der Silber- und Erzbergbau war allgegenwärtig im Erzgebirge, sodass die alten Häuser aus dem 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert hier Huthäuser sind, wo heute noch ein zugesetzter Stolleneingang im Keller zu finden ist.<

Irgendwann zu dieser Zeit wurde in unserem Haus das Bergamt eingerichtet. Wie alt genau das Haus ist, wissen wir leider nicht genau. Die ersten Bergämter in Sachsen bildeten sich um 1500 heraus. Bis zur Schaffung eines einheitlichen Landesbergamtes 1869 in Freiberg wurden Bergämter je nach Bedeutung des Bergbaus getrennt oder zusammengelegt. Dokumente belegen, dass nach 1900 hier im Hause eine Restauration mit einem Ballsaal entstand. Heute ist das unser Bettenhaus und die Bühne der Frühstücksraum. Die Zeiten ändern sich aber viele Leute kommen auch noch heute mit Ihren schweren Maschinen zu uns.

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